Literarische Kaffeehäuser in Wien.

IMG_1844Verkehrten die Aufklärer im Café Hugelmann, wurde das “Silberne KaffeehausTreffpunkt des Kreises um Franz Schubert, Stammgäste waren auch Franz Grillparzer und Nikolaus Lenau, der hier einige seiner Gedichte konzipierte. Um 1900 wurde die Wahl des Kaffeehauses zu einer Art Glaubensfrage. Legendär war das Café Griensteidl, in dem Peter Altenberg, Arthur Schnitzler und Richard Beer-Hofmann ebenso regelmäßig verkehrten wie die Politiker Viktor Adler oder Engelbert Pernersdorfer. Dem Café Central, das Peter Altenberg 1897 als Postadresse angab, setzte Franz Werkel in seinem Roman ‘Barbara oder die Frömmigkeit’ ein literarisches Denkmal. Friedrich Torberg wurde zum Historiografen des Café Herrenhof. Auch nach 1945 lebte die Tradition des Kaffeehauses als Treffpunkt und Arbeitsplatz fort. Im Café Raimund traf sich der Kreis um Hans Weigel ( u.a. Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger), im Café Hawelka die Wiener Gruppe, Elfriede Gerstl war im Café Korb zu finden, Thomas Bernhard im Bräunerhof, Robert Menasse und Robert Schindel frequentierten das Café Sperl und das Café Engländer.

Quelle: Literaturmuseum der ÖNB

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