open mike 2015, Tag 2: Möge das Wettlesen beginnen!

texte open mike

Zwischen 14.00 – 19.30 Uhr lasen am Samstag die ersten zwölf Finalisten des 23. open mike ihre fünfzehnminütigen Texte, nachdem die Reihenfolge ausgelost wurde.

Die Texte des 23. open mike in einem Satz:

Hilde Drexler: Zinnentanz. Der Text illustriert die Entstehung bzw. Konzeption einer literarischen Geschichte, in dem aus der Ich-Perspektive die Gedankengänge des Schreibenden wiedergegeben werden. [Zur Livekritik]

Theresia Töglhofer: Das pure Leben. Das Ich erinnert sich an die zurückliegende Beziehung zum Du, welche sie  beendet, weil sie sich doch mehr wünscht als die gelebte Unverbindlichkeit. [Zur Livekritik]

Felix Kracke: Bist’n good boy, Matze. Das Wir, eine junge Skaterclique, erinnert sich an Matze, der nicht mehr Teil der Gruppe ist, und sucht Ausdrucksmöglichkeiten und Sinn in antiken Meeresmetaphoriken. [Zur Livekritik]

Andra Schwarz: Gedichte. Die zwölf Gedichte des vorgetragenen Zyklus sind düstere Landschaftsgedichte, die Grenzen und Erinnerungen ohne Reim, aber mit pathetischen Bildern verorten. [Zur Livekritik]

Paul Klambauer: Trou de Loup. Eine pubertäre Schulklasse trinkt auf Klassenfahrt aus einer ‚merkwürdigen‘ Alkoholflasche und die Außenseiterin Annie wird zur Lebensretterin der Gruppe. [Zur Livekritik]

Eckhard G. Waldstein: Collage: »Wunschfee-à-la-Hashtagwunder im Unfassbar-Reich & brrr – es zittert mich, sprach Zarathustra. Prosagedichte eines wütenden, aber humorvollen lyrischen Ichs auf den Zeitgeist der Welt, voller Hashtags und Verweise auf tagesaktuelle Themen und Motive. [Zur Livekritik]

Tatjana von der Beek: Sternkinder. Am Vorabend eines Fests verortet sich das Ich in seiner Rolle innerhalb der Familie und innerhalb der Familiengeschichte, die von Sternbildern und der Sehnsucht nach den USA geprägt ist. [Zur Livekritik]

Lena Rubey: Marea alta. Das Ich fährt mit seiner Betreuungsperson zum Meer, wo sich immer mehr Parallelen zwischen dem Ozean und dem Du zeigen. [Zur Livekritik]

Dominique Klevinghaus: Villa am Wasser. Das Ich trifft im Wald die Personifikation des Meeres, das ihn in den Ozean lockt, um ihm zu zeigen, dass seine Wahrnehmung beschränkt ist. [Zur Livekritik]

Hakan Tezkan: Wolf. Eine Familie wartet auf die Nachricht vom Tod des Großvaters. Als sie kommt, läuft der Protagonist zu einer heruntergekommenen Hütte, wo er auf ein Kind namens Wolf trifft. [Zur Livekritik]

Jessica Lind: Mama. Ada ist schwanger und trifft im Wald auf ein Kind, das sich als ihre ungeborene Tochter Luise erweist, kommt aber mit ihrer Mutterrolle nicht zurecht und setzt das Kind letztendlich im Wald aus, wo sie es gefunden hat. [Zur Livekritik]

Philip Krömer: der eine der andere. Ein mechanischer Erzähler berichtet davon, wie H. C. Artmann durch die Zeit reist, um dort den Werwolf von Hannover, Fritz Haarmann, zu beobachten, sich Inspiration für seine Kannibalengeschichten zu suchen und selbst zum Erzähler zu werden. [Zur Livekritik]

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