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Olga Tokarczuks „Unrast“: Wer rastet, der rostet

Ein ungewöhnlicher Vorgang: Da wird 2009 ein Buch bei Schöffling publiziert, bekommt gute Kritiken, Iris Radisch schreibt in der ZEIT darüber, dann fällt es wieder der Vergessenheit anheim und rund zehn Jahre später veröffentlicht es der Kampa Verlag noch einmal – weitgehend unverändert, zumindest lässt der Verlag nichts Gegenteiliges verlautbaren. Zwar ist der Kampa Verlag ein junger Verlag und Programmplätze müssen irgendwie gefüllt werden, trotzdem geht diese Vorgehensweise quer zu jedem heiligen Gesetz eines Buchmarktes, der immer nach dem neusten Hit giert. Sollte man Kampa daher loben, dass er sich dem schnellen Takt der zweijährlichen Publikationswellen – ein bisschen – entgegenstellt? Zumindest ist „Unrast“ ein Buch, das einen zweiten Blick verdient. Weiterlesen