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Billy Hutters „Karlheinz“: Wer schreibt, der bleibt

Welche Geschichte ist es wert, erzählt zu werden? Jede Epoche beantwortet diese Frage auf ihre Weise. Früher waren es die großen Männer mit ihren großen Reichen, dessen Glorie als Exempel festgehalten werden sollte, irgendwann waren es die sozial Geknechteten, dann die Frauen. Im 20. Jahrhundert traten die Kulturwissenschaften auf den Plan und postulierten: Die Geschichte einer Gesellschaft lässt sich im Grunde über jeden Gegenstand erzählen – die Geschichte der Pferde, die Geschichte des Mülleimers, die Geschichte der Banane. Seit gut einem Jahr geistert der Begriff der „BRD Noir“ durch die Literatur, 26 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wird die alte Bundesrepublik wiederentdeckt. So auch in Billy Hutters „Karlheinz“, wo sich Geschichte aus einem übrig gebliebenen Koffer konstruiert. Weiterlesen