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Éric Vuillards „Die Tagesordnung: „Die Literatur erlaubt alles, heißt es.“

Wer Vuillards Werk begleitet, folgt einem faszinierenden literarischen Blick in die Geschichte. In „Kongo“ erzählte er von der aufgeblasenen Art, wie die europäischen Mächte die letzten Reste Afrikas unter sich aufteilten und wie sie in ihrem grausamen Hochmut Millionen von Menschen in den Hungertod trieben. In „Die Traurigkeit der Erde“, seinem wohl bislang besten Buch, betreibt er eine großartige Reflexion über das Wesen des Spektakels und Medienwandel. Nun, in „Die Tagesordnung“, das durch den Gewinn des Prix Goncourt mit einigen Vorschusslorbeeren in Deutschland angekommen ist, nimmt er sich den Anschluss Österreichs vor und entschleiert ein treibendes Prinzip der Historie: die Hochstapelei. Weiterlesen