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Delphine de Vigans „Loyalitäten“: Wer vom Ich sprechen kann

Die französische Schriftstellerin Delphine de Vigan ist mit Romanen bekannt geworden, die gemeinhin als autobiografisch gelten: Von „Das Lächeln meiner Mutter“ bis zu ihrem verfilmten Bestseller „Nach einer wahren Geschichte“ – ihre Romane tangieren durch die Parallelen zwischen ihrem Lebenslauf und denen ihrer Figuren immer auch den Authentizitätsdiskurs der Gegenwartsliteratur. Als Frau ist sie dabei neben ihren männlichen Kollegen Knausgård, Glavinic oder Meyerhoff die Ausnahme und beinahe die einzige Autorin, die über authentisches Erzählen mit explizit weiblicher Erzählstimme nachdenkt. In ihrem neuen Roman „Loyalitäten“ nimmt de Vigan gleich vier Erzählperspektiven ein. Weiterlesen

„Nach einer wahren Geschichte“: Polanski verfilmt Delphine de Vigan

Von epischen, mehrteiligen Blockbustern wie dem Herrn der Ringe, bei denen ein nicht unbedeutender Teil der Kinobesucher die literarischen Vorlagen wohl nicht gelesen hat, über die deutschsprachigen Bestseller der vergangenen Jahre, darunter „Die Vermessung der Welt“, „Tschick“ oder „In Zeiten des abnehmenden Lichts„: Was sich als Buch verkaufen lässt, verkauft sich auch als Film – oder? Das dachte sich wohl auch Roman Polanski, der mit „Nach einer wahren Geschichte“ nun einen der erfolgreichsten französischen Romane der vergangenen Jahre verfilmt hat. Weiterlesen