Schlagwort: Die weiße Garde

Michail Bulgakows „Die weiße Garde“: Die Epochen-Turbine

Es gibt eine Handvoll Romane, die das Tor zur Moderne ganz weit aufgerissen haben: Romane wie „Berlin Alexanderplatz“ von Döblin, „Ulysses“ von Joyce oder „Mrs. Dalloway“ von Virginia Woolf. Sie alle eint, dass sie die Art, wie Gesellschaften ihre Realität wahrnehmen grundsätzlich in Frage stellen, dass sie Abbildbarkeit anders denken und dass sie sich von einem Erzähler verabschieden, der von der kühlen Distanz seines auktorialen Feldherrenhügels aus erzählt. Zwar entwickeln sich neue Literaturformen nie über Nacht und Ansätze dieser Verschiebungen lassen sich immer schon früher entdecken, dennoch strahlen diese Romane etwas Epochemachendes aus. Weiterlesen