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Andreas Guskis „Dostojewskij“: Der Anti-Europäer

Die erste, aber vielleicht einzige Nebelkerze zündet Guski direkt am Anfang: „Dostojewskij ist ein Autor der Krise. Für die Helden und Handlungen seiner Romane gilt dies ebenso wie für die Konjunkturen seiner Rezeption.“ Alles ist momentan ein Etwas der Krise (man hörte den Ausdruck sicherlich auch hier schon), ganze germanistische Vorlesungsverzeichnisse schreiben sich mit Seminaren wie „Figuren der Krise“, „Literatur der Krise“ und „Autoren der Krise“. Dabei ist das eigentlich ein Gemeinplatz, denn wenn das Werk eines Autors nicht die Krisenmomente seiner Zeit mit aufnimmt, wenn auch nur indirekt, dann ist es kaum der Rede wert, sondern eine der Aufgaben einer Literatur, die sich nicht in weltfremden Ästhetizismus flüchtet. Aber Schwamm drüber, auch wenn Guski bei seinem Label, das er Dostojewskij anheftet, danebenhaut, hat er eine fabelhafte Biographie geschrieben, die er in seinen Beobachtungen sonst sehr treffsicher bleibt. Weiterlesen