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2016: Zehn Romane zum Vergessen

Ein weiteres Jahr geht zu Ende. Pünktlich zu Weihnachten scheuern sich die deutschen B-Promis auf den Ledercouchen der öffentlich-rechtlichen Sender die Hintern wund, um auf ein schauderhaftes Jahr zurückzublicken, während das Feuilleton und Literaturblogs die besten Publikationen des Jahres Revue passieren lassen. Doch ist 2016 nicht auch genauso auch die Summe seiner literarischen Ärgernisse und Enttäuschungen? Hier daher die offizielle, total objektive und allgemeingültige Liste der schlechtesten Bücher 2016. Weiterlesen

Ela Angerers „Und die Nacht prahlt mit Kometen“: Literatur auf Krücken

Die Wiener Schriftstellerin Ela Angerer hatte mit ihrem Debütroman „Als ich 21 war“ für Aufsehen gesorgt: eine frische, unverbrauchte Stimme schrieb über das Heranwachsen im Schatten der Eltern, im Wohlstandsmilieu, als junge Frau. Das Feuilleton war damals fast durchgehend begeistert. Der Erfolg hat Angerer in den Aufbau Verlag gespült, bei dem nun ihr zweiter Roman „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ erschienen ist. Die Themen sind dieselben geblieben, mit einem entscheidenden Unterschied: dieser zweite Roman wird nicht als autobiographisch beworben. Die große Frage ist nun also: schafft Angerer den Sprung aus dem eigenen Leben? Sie schafft es nicht. Dieser Roman ist eine Katastrophe, bei der man sich fragen muss, wie der Text durch die Qualitätskontrolle eines großen, angesehenen Hauses gelangt ist. Ein literarischer Fahrversuch außerhalb der autobiographischen Komfortzone, der mit 200 km/h vor die Wand gefahren wurde. Ein Schadensbericht. Weiterlesen