Schlagwort: Erbe

Chrizzi Heinens „Das schwarze Loch“: Der Blogbuster-Roman von Zeilensprünge

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Es ist soweit: der Favorit, mit dem Zeilensprünge in den Blogbuster-Wettbewerb ziehen wird, steht fest. Nach der eingängigen Prüfung, zahllosen Diskussionen und einigen grauen Haaren ist die Wahl auf einen Text gefallen. „Das schwarze Loch“ heißt er und stammt von der Berliner Autorin Chrizzi Heinen. Darin beschreibt sie, wie Ich-Erzählerin Hildi ein ungewöhnliches Erbe antritt: Ein schwarzes Loch wird in ihrem Badezimmer installiert. Während schlechte Texte das Unfassbare gnadenlos ausschlachten würden, ist das astronomische Phänomen in „Das schwarze Loch“ ein stiller, saugkräftiger Begleiter der Geschichte einer Freundschaft, einer Liebe, einer Stadt. Weiterlesen

„Glückskind mit Vater“: Mein Name sei Boggosch

Christoph Hein ist der große Chronist des Umbruchs. Anders als Autoren wie Christa Wolf oder Jurek Becker schlug Heins literarische Stunde erst nach der Wende. Seit der Wiedervereinigung beschäftigt er sich immer wieder mit Strukturen gesellschaftlichen Wandels und den Konsequenzen für Biographien. Romane wie „Landnahme“ erzählen davon, wie eine Gesellschaft von der Wucht des Kapitalismus getroffen wird und dass die Zukunft den Opportunisten gehört. Der Vorwurf, der an viele Ost-Autoren immer wieder gerichtet wurde, sie hätten nach dem Ende der DDR ihr Thema verloren, trifft Christoph Hein nicht, denn er hat sehr wohl verstanden, dass das Ende des Realsozialismus Deutschland noch sehr lange beschäftigen wird; der grassierende Rechtsradikalismus in Sachsen und anderswo geben ihm Recht. Für seinen neusten Roman „Glückskind mit Vater“ spannt er den Bogen besonders weit und beschreibt das Schicksal einer Familie – vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in unsere Gegenwart. Weiterlesen