Schlagwort: israelische Literatur

Aharon Appelfelds „Meine Eltern“: Der letzte Sommer

Appelfeld-Meine Eltern

Aharon Appelfeld, der 1932 als Erwin Appelfeld bei Czernowitz geboren wurde, gehört zu den wichtigsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. Nur wenige Wochen vor seinem Tod Anfang Januar 2018 ist sein Roman „Meine Eltern“ in der deutschen Übersetzung von Mirjam Pressler erschienen. Darin erinnert er den letzten Sommerurlaub mit seinen Eltern in einer Welt von gestern. Weiterlesen

Zeruya Shalev: Der dunkle Pathos des Schmerzes

Die Frage, inwieweit ein einzelner Moment unser Leben verändern kann, berührt das menschliche Dasein bis ins Essentiellste. Daher würde man annehmen, dass auch jeder Mensch in gleichen Maßen davon betroffen ist. Allerdings gibt es Orte auf dieser Welt, in der das Schicksalshafte mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit in das Leben treten kann. Ein solcher Ort ist Israel: Immer wieder erschüttert von Terroranschlägen könnte hier das Nachdenken darüber, was das Narrativ des eigenen Lebens eigentlich zusammenhält, nicht virulenter sein. Diesem Thema hat sich Zeruya Shalev in ihrem neusten Roman „Schmerz“ versucht anzunähern. Weiterlesen