Schlagwort: Manie

Thomas Melles „Die Welt im Rücken“: Schonungslos geirrt

Mal wieder ist es nicht der große Favorit geworden. Nachdem 2015 aufgrund der Aktualität Jenny Erpendeck mit ihrem Roman „Gehen, ging, gegangen“ bei den Buchmachern ganz oben stand, schien für viele dieses Jahr fast schon beschlossene Sache, dass Thomas Melle mit „Die Welt im Rücken“ den Deutschen Buchpreis abräumen würde. Schließlich ist es doch Bodo Kirchhoff geworden. Für die Literatur ist das eine gute Nachricht, denn der Umgang mit Melles Text ist symptomatisch für die deutschsprachige Rezeption und ihre Ich-Sucht. Die Fiktion gilt nicht mehr viel, authentisch muss es sein. Dabei ist „Die Welt im Rücken“ ein faszinierender Text, aber kein Roman. Weiterlesen