Schlagwort: Roland Schimmelpfennig

2016: Zehn Romane zum Vergessen

Ein weiteres Jahr geht zu Ende. Pünktlich zu Weihnachten scheuern sich die deutschen B-Promis auf den Ledercouchen der öffentlich-rechtlichen Sender die Hintern wund, um auf ein schauderhaftes Jahr zurückzublicken, während das Feuilleton und Literaturblogs die besten Publikationen des Jahres Revue passieren lassen. Doch ist 2016 nicht auch genauso auch die Summe seiner literarischen Ärgernisse und Enttäuschungen? Hier daher die offizielle, total objektive und allgemeingültige Liste der schlechtesten Bücher 2016. Weiterlesen

Roland Schimmelpfennig: Kulturpessimismus für Dummies

In Deutschland ertönt wieder der Wolfsruf. Er schallt von Brandenburg bis nach Ostwestfalen, von Schleswig-Holstein bis in den Bayerischen Wald. Einst war seine Ausrottung ein Sieg der Zivilisation – endlich mussten sich die immer weiter ausbreitenden Viehherden nicht mehr sorgen, gerissen zu werden. Der Mensch hatte die Wildnis aus Deutschland vertrieben. Doch mit wachsendem Fortschritt sehnen sich die Leute wieder nach ein bisschen Wildnis. Nur so erklärt sich der Boom in der Branche des Abenteuerurlaubs und so wird auch die Rückkehr des Wolfs im Allgemeinen mit freudiger Faszination aufgenommen. Und da der Wolf schon immer Projektionsfläche für alle möglichen abgründigen Phantasien war, wundert es einen nicht, dass der Wolf auch in der Kunst zurückgekehrt ist: Gleich zwei vielbeachtete Werke beschäftigen sich 2016 mit dem zurückgekehrten Raubtier: Nicolette Krebitzs „Wild“ und Roland Schimmelpfennigs „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“. Das eine ein sehr kluger und aufregender Film, das andere klischeebeladener Unsinn.  Weiterlesen