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Ronja von Rönne: Der diskrete Charme der Digital Natives

Nein, das soll nicht der zweihundertste Text über die Attacken Ronja von Rönnes auf den modernen Feminismus werden. Dieser alte Käse stank schon als er das erste Mal aufgetischt wurde. Jede Generation muss sich gegen die Eltern auflehnen – und wenn man das Kind von Alice Schwarzer und Laura Himmelreich ist, dann rebelliert man halt gegen #Aufschreie und längst vergessene Magazine wie die „Emma“. Trotzdem lohnt ein Blick in ihre Welt-Kolumne, sie sind ein Schlüssel zum Verständnis der Autorin. Denn neben gekonnter Selbstinszenierung gibt von Rönne Einblick in ihre Gedankenwelt und entwickelt ansatzweise eine Poetik, die sich in ihren Debütroman „Wir kommen“ fortsetzt. Von Rönnes Dauerbrenner sind dabei die Last der Freiheit, das Unglück, das aus Privilegien erwächst und die Traurigkeit, die durch zu viele Alternativen entsteht. Von all diesen Themen erzählt auch „Wir kommen“, das teilweise hymnische Reaktionen hervorgebracht hat und in der ZEIT schon als neuer Chandos-Brief gefeiert wurde. Zeit Protest einzulegen. Weiterlesen