Schlagwort: Südstaaten

Omar El Akkads „American War“: Beim Benzin hört der Spaß auf

A house divided against itself cannot stand – so beschrieb Abraham Lincoln einst die politische Situation, die in den USA zum Bürgerkrieg führte. Die gesellschaftliche Polarisierung, die sich an der Frage der Sklaverei entzündete, brachte die amerikanische Gesellschaft schließlich in eine Situation, in der schließlich nur noch die militärische Auseinandersetzung eine Lösung bringen sollte. Lösung – ja und nein. Der Bürgerkrieg schaffte die inhumane Institution der Sklaverei ab und befreite Abertausende aus der Willkür der reichen Plantagenbesitzer des Südens. Auf der anderen Seite, schaut man heuer nach Charlottesville, sind die Tiefenspuren dieses Konflikts immer noch erkenn- und spürbar. Kein Wunder also, dass die Thematik der Sklaverei und des Bürgerkriegs omnipräsent sind in Film und Literatur. So wie in Omar El Akkads „American War“. Weiterlesen

Der amerikanische Archivschatz: Truman Capotes „Wo die Welt anfängt“

Es ist der Traum eines jeden Literaturwissenschaftlers, Editionsphilologen und Verlegers: man geht ins Archiv und findet Manuskripte eines namenhaften Schriftstellers, die noch nie veröffentlicht wurden. Eben dieses Glück hatten Anuschka Roshani und Peter Haag, als sie im Sommer 2014 nach New York reisten und in der Public Library auf die Jugenderzählungen und -gedichte von Truman Capote in dessen Nachlass stießen. Im Erzählband „Wo die Welt anfängt“ werden vierzehn eben jener Kurzgeschichten erstmalig veröffentlicht. Die Qualität der Texte, die Capote zwischen seinem 14. und 17. Lebensjahr verfasste, ist beeindruckend.

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