Schlagwort: Suizid

Das Trauma der Provinz: Lize Spits „Und es schmilzt“

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Wer die Debütromane der letzten Jahre verfolgte, der konnte beobachten, dass junge Autoren vor allem zwei Topographien bevorzugen: Die anonyme, kalte und brutale Großstadt wie in Fatma Aydemirs „Ellbogen“ oder das periphere Dorf, meist namenlos, zuletzt in Luise Maiers Debüt „Dass wir uns haben“ und Andreas Mosters „Wir leben hier, seit wir geboren sind“. Auch die flämische Literatur hat eine Vorliebe für die Provinz. Einer der erfolgreichsten Romane der letzten Jahre ist Lize Spits Debüt „Und es schmilzt“, der von einem Sommer in einem belgischen Dorf erzählt, der für die Ich-Erzählerin alles verändern soll. Weiterlesen

Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“

Neben Elena Ferrantes neapolitanischer Saga hat wohl kaum ein Roman in den USA in den letzten Jahren einen so großen medialen Hype ausgelöst wie „A little life“, der zweite Roman der amerikanischen Schriftstellerin Hanya Yanagihara. Beide Werke teilen die epische Länge – bei Ferrante zweitausend Seiten, immerhin auf vier Bände verteilt, im Fall von „A little Life“ knapp tausend Seiten am Stück – und in gewisser Weise auch die Thematik: Es sind die Geschichten lebenslanger Freundschaften. Während der eine Roman die Geschichte zweier Frauen aus dem italienischen Rione von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren an bis in die Gegenwart rekonstruiert, erzählt „A little life“ von vier Männern, die sich zu Collegezeiten in New York kennenlernen und ihr Leben lang verbunden bleiben. Nun ist „Ein wenig Leben“ in deutscher Übersetzung von Stephan Kleiner erschienen. Schwappt der Hype aus den USA rüber?

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