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2017: Zehn Bücher zum Vergessen

Auch in diesem Jahr gab es neben manchen Highlights wieder diejenigen Bücher, die einen fast um den Verstand gebracht, einen gequält und gepeinigt haben. Bei manch einem Buch war die Katastrophe schon fast mit eingeplant, andere sind mit großen Vorschusslorbeeren eingegangen und haben dann umso mehr enttäuscht. Hier also die wie immer völlig objektive und ultimative Liste der schlechtesten Bücher des Jahres 2017: Weiterlesen

Volker Weidermanns „Träumer“: Die Prinzessin Lillifee-Revolution

Die Novemberrevolution, die das Ende des Ersten Weltkriegs besiegeln sollte, schaffte in Deutschland ein politisches Vakuum. Die alte Hohenzollern-Dynastie musste abdanken, genauso wie die Landesmonarchen. Damit war auch endlich in Deutschland jahrhundertelange monarchische Tradition gebrochen. Die Frage, die politisch entschieden musste, war: Wie soll Deutschland sich künftig regieren? 1918 gab es dazu viele Ideen, in Berlin wurden gleich zwei verschiedene Republiken parallel ausgerufen. Und auch das eigensinnige Bayern war sich nicht sicher, wie es in eine Zeit ohne Wittelsbacher treten sollte. Einer, der dazu eine klare Meinung hatte, war Kurt Eisner, der am 8. November 1918 den Freistaat Bayern ausrief und diesen künftig als Räterepublik organisieren wollte. Ganze fünf Monate sollte dieser politische Feldversuch Bestand haben, bevor reaktionäre Kräfte dem Projekt ein Ende setzten. „Träumer“, das neue Buch von Volker Weidermann, versucht sich der Stimmung dieser Zeit zu nähern. Leider nimmt es aber weder das politische Projekt, noch dessen Akteure ernst. Weiterlesen