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Paul Gurks „Berlin“: Verfluchte, geliebte Stadt

Berlin-Romane gibt es viele – die einen nerven sie, die anderen können gar nicht genug von ihnen bekommen. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man zwei Höhepunkte der Berlinbegeisterung bestimmt: Angefangen hat alles mit den Zwanzigern und frühen Dreißigern, als Berlin zu der Metropole aufstieg, die sie nie wieder geworden ist. Dann verlor die Stadt durch die Nachkriegsordnung für längere Zeit seine Anziehungskraft – außer bei denjenigen, die Biwak und schlechter Kantinenküche aus dem Weg gehen wollten. Mit der Wiedervereinigung und Berlins Rückkehr in den Hauptstadtstatus zog auch wieder die Berlinliteratur an. Die Reihe der prominenten Beispiele ist lang, aber auch extrem starr in ihrer kanonischen Verankerung: „Berlin Alexanderplatz“, „Fabian“, „Das kunstseidene Mädchen“ – neuerdings vielleicht die „Lehmann“-Bücher oder Volker Kutschers Krimireigen. Einer der immer vergessen wird, ist Paul Gurk. Wieso eigentlich? Weiterlesen