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Gertraud Klemm: Das Leben im „Aberland“

In einem Interview mit der taz sagte Gertraud Klemm unlängst, die Österreicher hätten eine natürliche Neigung zum „auskotzen“. Wer einen Blick in ihren neusten Roman „Aberland“ wagt, nimmt ihr das sofort ab. Die österreichische Autorin hat es mit ihrer wütenden Suada gegen die Situation von Frauen in unserer Gesellschaft auf die Longlist zum deutschen Buchpreis geschafft. Doch was diesen Roman überzeugen lässt, ist wohl weniger eine ehrliche Wut als kluge Alltagsbeobachtungen.

„Aberland“ erzählt aus dem Leben von Franziska und ihrer Mutter Elisabeth. Beide Frauen kennzeichnet, dass sie verheiratet sind, Kinder haben und an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben die falschen Entscheidungen getroffen haben. In dem Moment, in welchem die Handlung einsetzt, haben sich Mutter und Tochter an ihrer beider Leben wundgerieben. Weiterlesen