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Sabrina Janeschs „Die goldene Stadt“: Auf dem Umweg zum Weltruhm

El Dorado – so heißen heute nur noch schlechte Tex-Mex-Restaurants und noch schlechtere Cocktail-Bars, in denen der Cocktail-Preis zur Happy Hour schon mal in den bedenklichen Bereich rutscht. Lange Zeit war der Name „El Dorado“ jedoch eine Verheißung auf die ganz große Entdeckung und gleichzeitig der Inbegriff der kolonialen Ignoranz: Als die spanischen Konquistadoren alles Gold, das Südamerika zu rauben hatte, eingeschmolzen und ins Mutterland gebracht hatten, erträumte man sich einen Ort, der vor lauter Gold überquoll. Viele haben auf der Suche nach der sagenumwobenen Stadt aus Gold ihr Leben an den unbarmherzigen Dschungel verloren oder von Moskitos zerstochen und entnervt aufgegeben. Einer, der sich auch auf den Weg machte, war der Deutsche Rudolph August Berns. Der entdeckte zwar dann nicht El Dorado, aber immerhin mit Machu Pichhu die bedeutendste Ruinenstadt, die von der Inka-Kultur erhalten geblieben ist. Über seine unwegsame Reise hat Sabrina Janesch nun ihren neuen Roman „Die goldene Stadt“ geschrieben. Weiterlesen