Schlagwort: S. Fischer

Die Spielarten der Angst: Juan S. Guses „Lärm und Wälder“

Mit „Pelusa“ , einem Text, den er selbst als „Teil einer Studie zu einem Projekt“ bezeichnete, gewann Juan S. Guse 2012 den open mike-Wettbewerb. Jenes Projekt wurde nun vollendet: Mit „Lärm und Wälder“ legt Guse sein Debüt vor, in dem die Pelusa des open mike zusammen mit ihrer Familie im Zentrum des Erzählten steht. Wer nach dem open mike begeistert von Guse und seinem Text war, wird diesen Roman lieben. Hier wird aus- und weitererzählt, was in „Pelusa“ nur schemenhaft angedeutet wurde. Juan S. Guse schafft es mit ungewöhnlichen Motiven und einer raffinierten Erzähltechnik von einer Gesellschaft und ihren Individuen zu erzählen, die auf den ersten Blick dystopisch anmutet, auf den zweiten Blick jedoch nicht mehr so fremd scheint. Weiterlesen

Opfer und Täter: Ilija Trojanows „Macht und Widerstand“

Zuschauer der ersten Neuauflage des Literarischen Quartetts am 2. Oktober wohnten dem Verriss von Ilija Trojanows Roman „Macht und Widerstand“ bei, der von Juli Zeh in die Sendung mitgebracht wurde und dieses Jahr auf der Longlist des deutschen Buchpreises steht. Bis auf Zeh, die wohlbemerkt bereits mit Trojanow zusammen arbeitete und befreundet ist, waren sich alle einig: der neue Roman von Trojanow sei unzugänglich, langweilig und zeige keine Entwicklung auf Handlungs- oder Figurenebene, „Macht und Widerstand“ sei kein lesenswertes Buch. Stimmt das? Weiterlesen