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Wurzellos: Natascha Wodins „Sie kam aus Mariupol“

Wodin: Sie kam aus Mariupol

Texte zwischen Fiktion und autobiographischem Schreiben haben Konjunktur. Nachdem Thomas Melles „Die Welt im Rücken“ im letzten Jahr auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und von vielen schon als sicherer Gewinner gehandelt wurde, wurde Natascha Wodin mit ihrem Buch „Sie kam aus Mariupol“ nun mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Dieses Buch trägt auch ausdrücklich nicht die Bezeichnung Roman. Doch an der Grenze von Fiktion und Nichtfiktion, wo es angesiedelt ist, betreibt es autobiografisches Schreiben mit einem hohen Maß an Selbstreflexion und romanhaftes Schreiben auf der Grundlage von Lidias Tagebüchern. In diesem genreüberschreitenden Sinn ist es unerhört zeitgenössisch.“ Zeitgenössisch – ja, sicher. Aber wie ist es um den literarischen Wert dieses Textes bestellt? Weiterlesen