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Hans Pleschinskis „Wiesenstein“: Wo er ist, war Deutschland

Manchmal ist es geisterhaft, wie Publikationen zufällig gleichzeitig auf den Markt strömen. Erst kürzlich erschien Helmut Lethens „Die Staatsräte“, das sich mit vier Intellektuellen im Nationalsozialismus und deren konfuses wie heikles Verhältnis zur Macht beschäftigte. Lethen legt darin eine Erkundung der Psychologie großer Männer vor, die sich absichtsvoll in den goldenen Käfig des Regimes begaben. Fast gleichzeitig erschien auch Hans Pleschinskis „Wiesenstein“. Pleschinski hat schon mit „Königsallee“ ein Portrait eines berühmten Literaten (Thomas Mann) geschaffen, nun hat er sich Gerhart Hauptmann vorgenommen. Was hat dieser mit den Staatsräten zu tun? Auch er blieb in Deutschland und auch er brachte sich in eine Nähe zum NS-Staat, in die er sich nicht hätte bringen müssen. Pleschinski zeichnet in „Wiesenstein“ dessen letzte Tage nach. Weiterlesen